Die Geschichte / Technische Details zu DWDM SFP+


Die ersten tunable XFPs kamen bereits 2010 auf den Markt, jedoch dauerte es ein paar Jahre bis diese Funktionalität auch bei den SFP+ zum Einsatz kam. Die Leistungsaufnahme war hierbei die größte Hürde. Diese musste soweit sinken, damit ein tunable SFP+ Transceiver konform zum SFP+ MSA ist.
In dem SFP+ MSA sind zwei Leistungsklassen definiert:
  • Leistungsklasse I Module - bis zu 1.0 W
  • Leistungsklasse II Module - bis zu 1.5 W
Der P.1696.23.xT hält die Leistungsklasse II ein. Dies ist wichtig um einen Fehlerfreien Betrieb in allen gängigen Switch Modellen, welche nach MSA definiert sind, zu gewährleisten.Diese 1.5 W sind im Vergleich zur Leistungsaufnahme eine XFP, welche im XFP MSA spezifiziert ist, ziemlich gering. Der XFP hat 4 Leistungsklassen, wobei die 4. mit mehr als 3.5 Watt spezifiziert ist. Der Hauptunterschied zwischen einem tunable XFP und einem tunable SFP+ liegt, unter Anderem ausgehend von der geringen Leistungsaufnahme, in der CDR Funktionalität. (Clock-Data-Recovery) Dies ist eine Methode zur Signalregenerierung. Hierbei wird der Zeitversatz, die Stärke und die Form des Ursprünglichen Signals wieder hergestellt, bevor dieses dem Endgerät zugeführt wird.
XFPs wurden mit dieser CDR Funktionalität bereits in ihrem MSA spezifiziert, während bei SFP+ diese Funktionalität nicht zwingend notwendig ist. Sicher gibt es diverse SFP+ mit CDR Funktionalität auf dem Markt. Diese laufen aber bereits in Leistungsklasse II, sodass eine zusätzliche tuning Funktion nicht implementiert werden kann ohne die Leistungsklasse zuüberschreiten.
Normalerweise besitzt das Host-Board des xWDM Equipments einen CDR Chipsatz oder der Transceiver wird mit einer FEC-Datenrate (Forward-Error-Correction) betrieben. Diese "vorwärts gerichtete Fehlerkorrektur" bietet die Möglichkeit, während der Übertragung auftretende Fehler am Empfänger zu korrigieren.
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